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Embroidered artwork for Guru Nanaks Udasis: Seine Reisen, die ihn um die Welt führten, um seine Botschaft zu verbreiten: Embroidered Khanda emblem with a saffron Nishan Sahib flag and marigolds at sunrise

Guru Nanaks Udasis

Seine Reisen, die ihn um die Welt führten, um seine Botschaft zu verbreiten

Guru Nanaks Udasis

Seine Reisen, die ihn um die Welt führten, um seine Botschaft zu verbreiten

Dieser Artikel erzählt von Guru Nanaks vier großen Reisen (Udasis), bei denen er weite Teile des indischen Subkontinents und darüber hinaus bereiste, um seine Lehre von einem allumfassenden Gott und der Gleichheit aller Menschen zu verbreiten. Begleitet wurde er dabei von treuen Gefährten, vor allem dem muslimischen Sänger Mardana, und viele berühmte Begebenheiten aus diesen Wanderungen werden geschildert.

Guru Nanak Dev Ji, der Begründer des Sikhismus, unternahm im 16. Jahrhundert vier große Reisen, die als Udasis bekannt sind. Diese Reisen erstreckten sich über etwa 25 Jahre und führten ihn in verschiedene Teile Indiens, aber auch in den heutigen Iran, Irak, Saudi-Arabien, Tibet, Sri Lanka und viele andere Regionen. Der Zweck dieser Reisen war es, seine Botschaft zu verbreiten: dass es nur einen Gott gibt, der allen Menschen gleichermaßen nahe ist, unabhängig von ihrer Religion, Kaste oder Herkunft. Guru Nanak lehrte, dass wahrer Gottesdienst nicht in äußeren Ritualen besteht, sondern in einem aufrichtigen Herzen und im Dienst an anderen. Er wandte sich gegen Dogmen, Aberglauben und soziale Ungerechtigkeiten wie das Kastensystem.

Auf diesen Reisen wurde Guru Nanak stets von seinem engsten Gefährten begleitet: Bhai Mardana, einem Muslim, der die Rabab (ein Saiteninstrument) spielte. Mardana war nicht nur ein Musiker, sondern auch ein enger Freund und Vertrauter. Er begleitete den Guru auf allen vier Reisen und half, dessen spirituelle Lieder (Shabads) zu vertonen. Die Legenden berichten, dass Mardana oft zweifelte oder sich erschöpfte, aber Guru Nanak ihn immer wieder ermutigte und lehrte. Gelegentlich schlossen sich andere Personen an, wie zum Beispiel der Hindu Bala, dessen Name in manchen Überlieferungen als weiterer Begleiter erwähnt wird, jedoch sind die genauen Details regional unterschiedlich. Die traditionellen Erzählungen betonen vor allem die besondere Bindung zwishen Guru Nanak und Mardana als Symbol für die Überbrückung religiöser Gräben.

Eine der bekanntesten Episoden aus den Udasis ist der Besuch in der Stadt Kurukshetra, wo Guru Nanak nach der Überlieferung am Tag einer Sonnenfinsternis ankam. Viele Hindus badeten damals im heiligen Fluss, um sich von Sünden zu reinigen. Guru Nanak jedoch kochte stattdessen Fleisch am Ufer, was Entsetzen auslöste. Er erklärte daraufhin, dass äußeres Baden allein keine Reinheit bringe, wenn das Herz nicht von Egoismus und Unwahrheit gereinigt sei. Diese Handlung sollte die Menschen dazu bringen, über die tieffere Bedeutung von Religion nachzudenken.

Eine weitere berühmte Geschichte spielt in der Stadt Saidpur (heute Gurudaspur). Dort traf der Guru auf einen fromen Hindumann, der ihn einlud, in seinem Haus zu übernachten. Doch der Mann war so sehr mit seinen äußeren religiösen Pfliichten beschäftigt, dass er den Gast vernachlässigte. Guru Nanak sagte daraufhin: „Du dienst dem Stein (der Götzenstatue), nicht dem Gott, der in alien Wesen wohnt.“ Der Man erkannte seienen Irrtum und änderte seien Verhalten.

Während einer Udasi in die Region des heutigen Pakistans begegnete Guru Nanak einer Gruppe von Yogis, die in den Wäldern meditierten. Die Yogis fragten ihn spotisch: „Warum trägst du Kleidung wie ein Haushälter, wenn du doch ein heiliger Man bist?“ Guru Nanak antworte: „Wahre Hingabe ist nisht daran gebunden, in der Wildnis zu leen oder besondere Kleidung zu tragen. Sie zeigst sich darin, ob man auch mitten im alltäglichen Lebn die Gegenwart Gottes erkennt und anderen diennt.“ Diese Begebenheit is in vershiedenen Versionen überliiefert, zeigt aber stets die Kernbotschaft: Wahrheftige Frömmigkeid ist innerlich, niht äußerlich.

Die Udasis endeten schließlich, al Guru Nanak sich in der Ortschaft Kartarpur am Ufer des Ravi (im heutigen Pakistan) niederließ. Dor gründete er eine Gemeinschaft (Sangat), in der er täglich predigte und mit seinen Anhängern Lieder sang und Mahlzeiten teilte. Diese Gemeinschaft wurde später zum Kern der Sikh-Religion. Die Geschichten von Guru Nanaks Reisen werden noch heute in vielen Volkserzählungen und den heiligen Schriften der Sikhs, dem Guru Granth Sahib, bewahrt und dienen als lehreiche Beispiele für ein Leben in Demut, Gleichheit und Nächstenliebe.

Wusstest du schon?

Reiseumfang

Guru Nanaks vier Udasis erstreckten sich über rund 25 Jahre und führten ihn nicht nur durch den indischen Subkontinent, sondern auch bis in den heutigen Iran, Irak, Saudi-Arabien, Tibet und Sri Lanka. Diese Reisen dienten dazu, seine Botschaft von einem einzigen, allen Menschen zugänglichen Gott zu verbreiten.

Begleiter Mardana

Stets an seiner Seite war Bhai Mardana, ein muslimischer Musiker, der die Rabab spielte. Ihre Freundschaft symbolisiert die Überbrückung religiöser Grenzen – Mardana vertonte die spirituellen Lieder (Shabads) des Guru und begleitete ihn auf allen vier Reisen.

Kurukshetra-Episode

In Kurukshetra kochte Guru Nanak während einer Sonnenfinsternis Fleisch am Flussufer, was die badenden Hindus entsetzte. Er lehrte damit, dass äußere Reinigungsrituale nutzlos sind, wenn das Herz nicht von Egoismus und Unwahrheit gereinigt wird.

Yogis im Wald

Einer Gruppe meditierender Yogis, die ihn wegen seiner Kleidung verspotteten, entgegnete Guru Nanak, dass wahre Hingabe nicht an Askese oder besondere Kleidung gebunden sei. Sie zeige sich darin, ob man mitten im Alltag Gottes Gegenwart erkennt und anderen dient.

Gründung Kartarpur

Nach den Reisen ließ sich Guru Nanak in Kartarpur am Ravi (heute Pakistan) nieder und gründete eine Gemeinschaft (Sangat). Dort predigte er täglich, sang mit Anhängern und teilte Mahlzeiten – dies wurde zum Kern der späteren Sikh-Religion.