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Teej Vrat Katha

Die Geschichte von Parvatis Buße und das Fasten im Monat Shravan

Teej Vrat Katha

Die Geschichte von Parvatis Buße und das Fasten im Monat Shravan

Dieser Artikel erklärt das Teej Vrat, ein Fasten, das von Frauen im Monat Shravan eingehalten wird, und erzählt die Geschichte von Göttin Parvatis Buße, um Lord Shiva zu heiraten.

Das Teej Vrat ist ein Fasten, das von verheirateten und unverheirateten Frauen im hinduistischen Monat Shravan (etwa Juli–August) eingehalten wird. Es fällt in die Regenzeit, wenn die Natur grün und üppig ist. Das Fasten wird besonders am dritten Tag der hellen Mondhälfte (Shukla Paksha) des Monats Shravan begangen. Frauen fasten oft von Sonnenaufgang bis zum nächsten Sonnenaufgang, um für das Wohlergehen ihrer Ehemänner oder – bei unverheirateten Frauen – um einen guten Ehemann wie Lord Shiva zu erbitten.

Die Geschichte hinter diesem Fasten ist die von Göttin Parvati, die eine strenge Buße (Tapasya) unternahm, um Lord Shiva als ihren Ehemann zu gewinnen. In den meisten Erzählungen war Parvati die Tochter des Bergkönigs Himavan. Sie war von Kindheit an von Lord Shiva angezogen, der als Asket in den Bergen lebte. Um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, zog sie sich in den Wald zurück und praktizierte extreme Askese: Sie fastete tagelang, stand in der Kälte und Hitze und meditierte ununterbrochen.

Die Geschichte variiert je nach Region. In einer verbreiteten Version erschien Lord Shiva schließlich vor Parvati, nachdem er ihre Hingabe geprüft hatte. Er war von ihrer Entschlossenheit so bewegt, dass er ihr versprach, sie zu heiraten. Ihre Hochzeit wurde mit großer Pracht gefeiert. Seitdem gilt Parvati als ideale Ehefrau, die durch ihre Hingabe und Buße die Gunst Shivas erlangte.

Das Fasten selbst ist mit bestimmten Ritualen verbunden. Frauen tragen oft rote oder grüne Kleidung, schmücken sich mit Henna und singen Lieder, die die Geschichte von Parvati und Shiva erzählen. Sie hören die Teej Vrat Katha (die Geschichte des Fastens) an, die in vielen Haushalten oder Tempeln vorgetragen wird. Das Fasten wird gebrochen, nachdem man am nächsten Morgen die Mondgöttin (Chandra) verehrt hat.

Die Bedeutung des Fastens liegt in der Nachahmung von Parvatis Hingabe. Es symbolisiert die Kraft der weiblichen Hingabe (Bhakti) und die Überzeugung, dass aufrichtige Buße selbst die schwierigsten Wünsche erfüllen kann. Für verheiratete Frauen steht es für die Stärkung der ehelichen Bindung, für unverheiratete Frauen für die Hoffnung auf eine glückliche Ehe.

In einigen Traditionen wird das Fasten auch mit der Göttin Teej identifiziert, die als eine Form von Parvati gilt. Der Name „Teej“ leitet sich vom dritten Tag (Tithi) des Mondmonats ab. Während das Fasten hauptsächlich im Norden und Westen Indiens populär ist, gibt es ähnliche Bräuche in anderen Regionen unter verschiedenen Namen.

So ist das Teej Vrat eine Feier der Hingabe und der weiblichen Kraft, die in der Regenzeit stattfindet, wenn die Natur selbst erneuert wird. Es erinnert daran, dass wahre Liebe und Hingabe durch Geduld und Opferbereitschaft erreicht werden können.

Wusstest du schon?

Namensursprung

„Teej“ leitet sich vom dritten Mondtag (Tithi) der hellen Monatshälfte ab. Das Fasten wird genau an diesem Tag im hinduistischen Monat Shravan begangen, der in die Regenzeit fällt.

Parvatis Buße

Die Göttin Parvati zog sich als Tochter des Bergkönigs Himavan in den Wald zurück, um durch extremes Fasten, Kälte und Hitze die Aufmerksamkeit des asketischen Shiva zu erlangen. Ihre unerschütterliche Hingabe bewegte ihn schließlich dazu, sie zu heiraten.

Ritualablauf

Frauen tragen rote oder grüne Kleidung, bemalen sich mit Henna und lauschen der Teej Vrat Katha (der Fastenerzählung). Das Fasten wird erst am nächsten Morgen gebrochen – nach der Verehrung der Mondgöttin Chandra, die als Zeichen der Reinigung gilt.

Ziel des Fastens

Verheiratete Frauen fasten für das Wohlergehen ihres Ehemannes, unverheiratete Frauen erhoffen sich einen Ehemann wie Shiva. Das Fasten symbolisiert die Kraft weiblicher Hingabe (Bhakti) und den Glauben, dass aufrichtige Buße selbst die schwersten Wünsche erfüllt.

Regionale Verbreitung

Das Teej Vrat ist vor allem in Nord- und Westindien verbreitet. Ähnliche Fastenbräuche existieren unter anderen Namen, stets verbunden mit der Verehrung von Parvati und der Erneuerung der Natur in der Regenzeit.