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Die Gründung der Khalsa

Guru Gobind Singhs Ruf und die Fünf Geliebten

Die Gründung der Khalsa

Guru Gobind Singhs Ruf und die Fünf Geliebten

Dieser Artikel erzählt die Geschichte der Gründung der Khalsa durch Guru Gobind Singh im Jahr 1699, einschließlich seines Aufrufs an die fünf Männer, die als Panj Pyare bekannt wurden, und der Einführung ihrer Identität und ihres Verhaltenskodex.

Im Frühjahr 1699, während des Vaisakhi-Festes, das traditionell die Erntezeit feiert, versammelte Guru Gobind Singh, der zehnte Guru der Sikhs, eine große Menschenmenge in Anandpur Sahib. Er trat vor die Versammlung, zog sein Schwert und rief, dass er einen Kopf brauche, der bereit sei, für den Glauben zu sterben. Die Menge war erschrocken und zögerte, doch schließlich trat ein Mann namens Daya Ram vor und bot sich an. Der Guru führte ihn in ein Zelt, und kurz darauf erschien er mit blutbeflecktem Schwert und verlangte einen weiteren Kopf. Vier weitere Männer – Dharam Das, Mohkam Chand, Sahib Chand und Himmat Rai – folgten nacheinander, jeder bereit, sein Leben zu geben. In den meisten Erzählungen wird berichtet, dass der Guru die fünf Männer nicht tatsächlich tötete, sondern sie in einem Zelt umkleidete und sie dann als seine engsten Gefährten der Versammlung präsentierte. Diese fünf Männer, die als die Panj Pyare (die Fünf Geliebten) bekannt wurden, waren die ersten Mitglieder der Khalsa, einer neuen Gemeinschaft von Sikhs, die sich durch einen besonderen Initiationsritus und einen strengen Verhaltenskodex auszeichnete. Der Guru taufte sie mit süßem Wasser, das mit einem Schwert gerührt wurde, und gab ihnen den gemeinsamen Nachnamen Singh (Löwe) für Männer und Kaur (Prinzessin) für Frauen. Er legte die fünf K's fest – ungeschnittenes Haar, ein Kamm, ein Stahlarmband, ein Unterhosenkleidungsstück und ein Schwert – als äußere Zeichen der Zugehörigkeit zur Khalsa. Diese Symbole sollten die Sikhs an ihre Verpflichtung erinnern, für Gerechtigkeit zu kämpfen und ihre Identität zu bewahren. Der Guru selbst ließ sich von den Panj Pyare taufen, um zu zeigen, dass alle Mitglieder der Khalsa gleich sind, unabhängig von Kaste oder sozialem Status. Die Gründung der Khalsa war ein Wendepunkt in der Sikh-Geschichte: Sie schuf eine Gemeinschaft, die sich durch Mut, Gleichheit und Hingabe an den einen Gott auszeichnete. Bis heute feiern Sikhs Vaisakhi als Erinnerung an diesen Tag, an dem Guru Gobind Singh die Khalsa ins Leben rief und damit die Grundlage für eine spirituelle und militärische Tradition legte, die bis in die Gegenwart fortbesteht.

Wusstest du schon?

Der dramatische Ruf

Guru Gobind Singh forderte 1699 in Anandpur Sahib fünf Köpfe – fünf Männer traten nacheinander vor, bereit zu sterben. Statt sie zu töten, führte er sie in ein Zelt und präsentierte sie als die ersten Khalsa-Mitglieder.

Die Panj Pyare

Die fünf Freiwilligen – Daya Ram, Dharam Das, Mohkam Chand, Sahib Chand und Himmat Rai – kamen aus verschiedenen Kasten und Regionen. Sie wurden als die „Fünf Geliebten“ bekannt und erhielten den gemeinsamen Nachnamen Singh (Löwe).

Die Initiation (Amrit Sanchar)

Der Guru taufte die fünf mit süßem Wasser (Amrit), das mit einem Khanda (zweischneidiges Schwert) gerührt wurde. Dieses Ritual wurde zum Vorbild für alle späteren Khalsa-Initiationen.

Die fünf K's

Die Khalsa-Mitglieder tragen fünf äußere Symbole: Kesh (ungeschnittenes Haar), Kangha (Kamm), Kara (Stahlarmband), Kachera (kurze Hose) und Kirpan (Schwert). Sie erinnern an die Verpflichtung zu Gerechtigkeit und Identität.

Gleichheit aller

Guru Gobind Singh ließ sich selbst von den Panj Pyare taufen, um zu zeigen, dass in der Khalsa alle gleich sind – unabhängig von Kaste oder Herkunft. Dies war ein radikaler Bruch mit der damaligen Gesellschaftsordnung.

Vaisakhi als Feiertag

Die Gründung der Khalsa fand am Vaisakhi-Fest statt, das ursprünglich die Ernte feierte. Seither gedenken Sikhs an diesem Tag der Geburt der Khalsa und ihrer Werte von Mut und Hingabe.