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Embroidered artwork for Kāya-vicchinda Jātaka: Der kranke Mann, der Asket wurde: Embroidered Buddha seated in meditation on a pink lotus, with a golden dharma wheel and a white stupa in the mountains

Kāya-vicchinda Jātaka

Der kranke Mann, der Asket wurde

Ein von Gelbsucht genesener Mann hält sein Gelübde, das heilige Leben zu ergreifen; der Buddha erinnert sich an ein früheres Leben, in dem er dasselbe tat und über die Hinfälligkeit des Körpers nachsann.

Ein Mann aus Sāvatthī, von den Ärzten aufgegeben

Der Buddha erzählte diese Geschichte in Jetavana über einen gewissen Mann. Es gab einen Mann in Sāvatthī, der von Gelbsucht gequält wurde. Die Ärzte hatten ihn als hoffnungslosen Fall aufgegeben, und seine Frau und sein Sohn fragten sich, wer gefunden werden könne, um ihn zu heilen. Der Mann dachte, wenn er die Krankheit überwinde, werde er den religiösen Weg einschlagen. Einige Tage später nahm er etwas ein, das ihm guttat, und er wurde gesund.

Das Gelübde wird gehalten

Der Mann ging nach Jetavana und bat um Aufnahme in den Orden. Vom Meister empfing er die niederen und die höheren Weihen. Kurz darauf erlangte er die Heiligkeit. Eines Tages unterhielten sich die Mönche in der Halle der Wahrheit miteinander. Sie sagten, dieser Mann habe an Gelbsucht gelitten, habe gelobt, dass er den religiösen Weg einschlagen werde, falls er genese, habe dies getan und habe nun die Heiligkeit erlangt.

Der Meister spricht von der Vergangenheit

Der Buddha kam herein und fragte, worüber sie gemeinsam dort säßen. Sie erzählten es ihm. Er sagte: „Brüder, dieser Mann ist nicht der einzige, der so gehandelt hat.“ Vor langer Zeit, so sagte er, hätten weise Menschen, die von einer Krankheit genesen waren, den religiösen Weg eingeschlagen und sich ihren eigenen Vorteil gesichert. Dann erzählte er eine Geschichte aus alter Zeit, die als Nr. 293 in der Jātaka-Sammlung überliefert ist.

Ein Brahmane erkrankt

Einst, als Brahmadatta König von Benares war, wurde der Bodhisatta in eine brahmanische Familie hineingeboren. Er wuchs heran und begann, Vermögen anzuhäufen. Dann erkrankte er an Gelbsucht. Selbst die Ärzte konnten ihm nicht helfen, und seine Frau und seine Familie verzweifelten.

Der Entschluss

Der Bodhisatta fasste den Entschluss, dass er, wenn er jemals genese, den religiösen Weg einschlagen werde. Er nahm etwas ein, das ihm guttat, und er genas. Er zögerte nicht und suchte keine Gründe, im Haus zu bleiben. Er ging in den Himālaya fort und wurde Asket.

Glück im Himālaya

Dort entfaltete er die Fähigkeiten und die Errungenschaften und verweilte in verzücktem Glück. Er dachte, er sei all die Zeit ohne dieses große Glück gewesen. Der Text beschreibt den Himālaya und seine Wohnstatt nicht im Einzelnen. Was er überliefert, ist die Entdeckung selbst: dass der Frieden, den er durch Meditation gefunden hatte, etwas war, das ihm in all seinen Jahren des Vermögenserwerbs gefehlt hatte.

Die Verse des Asketen

Er sprach einen Wunsch in Versen aus. In der ersten Strophe beschreibt er sich selbst, niedergestreckt von einer schrecklichen Krankheit, in tiefster Qual und Bedrängnis liegend, sein Körper verwelke schnell wie eine Blume, die in der Sonne auf den Staub gelegt wird und trocknet. In einer weiteren Strophe sagt er, dass das Edle unedel erscheint und das Unreine rein erscheint, und dass der Blinde einen Sumpf voll Unrat schön findet. Dann sagt er: „Schande über diesen kranken Leib, Schande, sage ich, abstoßend, unrein und voll faulender Verwesung!“ Er fügt hinzu, dass Toren, wenn sie träge sind, keine neue Geburt im Himmel gewinnen und vom Weg abirren.

Das Große Wesen besinnt sich

Der Text sagt, das Große Wesen (eine Bezeichnung für den Bodhisatta, das Wesen, das in einem künftigen Leben zum Buddha werden würde) habe auf vielerlei Weise über die Unreinheit des Körpers und seine beständige Anfälligkeit für Krankheit nachgedacht. Angewidert vom Körper und all seinen Teilen, pflegte er die vier vortrefflichen Lebenszustände allezeit. Am Ende seines Lebens wurde er in der Welt Brahmās wiedergeboren, einem der höheren himmlischen Bereiche. Die Erzählung ist keine Lehre über die Grausamkeit der Krankheit. Sie handelt davon, was ein Mensch mit der Krankheit anfangen kann, sobald sie gezeigt hat, wie zerbrechlich der Körper ist.

Die Feststellung des Buddha

Als der Meister diese Lehrrede beendet hatte, verkündete er die Wahrheiten. Viele erlangten die Frucht des ersten Pfades (des Stromeintritts, der ersten Stufe der Erwachung auf dem Weg zur Erleuchtung). Dann benannte er die Geburt: „Damals war ich selbst der Asket.“

Eine Lehre, die das Fieber überdauerte

Das Kāyavicchinda-Jātaka, Nr. 293, ist um den Augenblick gebaut, in dem Krankheit einem Menschen die Augen öffnet. Sowohl der Mann aus Sāvatthī als auch der Brahmane der Vergangenheit gaben in ihrer tiefsten Not ein schlichtes Versprechen und hielten es, als sie wieder gesund waren. Die Verse behandeln den Körper in ehrlicher, ungeschönter Sprache, doch ihr Zweck ist nicht, Hass zu wecken. Er besteht darin, den Griff des Anhaftens zu lockern und den Hörer daran zu erinnern, dass Trägheit gerade jene Gelegenheit verschwendet, auf die die Krankheit hinweist. Die Entdeckung des Bodhisatta im Himālaya besteht darin, dass wahres Glück von Anfang an erreichbar war. Ein gesunder Mensch kann dies lernen, ohne dass ihm erst ein Fieber es zeigen muss, und ein kranker Mensch kann erkennen, dass das auf dem Krankenlager gegebene Gelübde der Beginn eines besseren Lebens sein kann.

Wusstest du schon?

Das Kāya-vicchinda Jātaka ist Nr. 293 in der Jātaka-Sammlung des Khuddaka Nikāya und findet sich im zweiten Band der Ausgabe der Pali Text Society.

Der Buddha erzählte es in Jetavana von einem Mann aus Sāvatthī, den die Ärzte wegen Gelbsucht aufgegeben hatten und der gelobte, das religiöse Leben zu ergreifen, falls er genesen sollte.

In der Geschichte der Vergangenheit war der Bodhisatta ein Brahmane, der an Gelbsucht erkrankte, genas und in den Himalaya ging, um Asket zu werden.

Die Verse besinnen sich auf die Hinfälligkeit und Unreinheit des Körpers und sagen, dass träge Toren keine himmlische Wiedergeburt erlangen.

Der Buddha gab sich als der asketische Bodhisatta selbst zu erkennen, und viele der Zuhörer erlangten die Frucht des Ersten Pfades.

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