Gebet um Stärke und Weisheit
Dieses Gebet ist ein einfaches, herzliches Bittlied an Gott. Es bittet um innere Stärke, festen Glauben, Weisheit und die Fähigkeit, ein gutes, selbstloses Leben zu führen, ohne Hass oder Neid gegenüber anderen zu hegen.
Verse
Gib uns, o Geber, solche Kraft, dass der Glaube des Herzens nicht schwach werde; dass wir auf dem rechten Weg gehen, und selbst aus Versehen kein Fehler von uns geschehe.
Vers 1
Fern sei die Dunkelheit der Unwissenheit; gib uns das Licht der Erkenntnis. Lass uns vor allem Bösen bewahrt bleiben; gib uns ein so gutes Leben wie möglich. Keine Feindschaft sei zwischen irgendjemandem; kein Gefühl der Rache sei im Herzen.
Vers 2
Lass uns nicht denken, was wir empfangen haben; lass uns denken, was wir dargebracht haben. Verteile Blumen der Freude an alle; möge jedes Leben zu einem Honiggarten werden. Gieße das Wasser deines Erbarmens aus und reinige jeden Winkel eines jeden Herzens.
Vers 3
Worship Guidelines & Chanting Benefits (Phalashruti)
Täglich oder an heiligen Mondtagen (Ekadashi, Purnima)
Brahma Muhurta (4:00 – 6:00 Uhr) oder Abenddämmerung
Ghee-Lampe, Weihrauch, frische Blüten und Wasseropfer
- Geistiger Friede, spiritueller Aufstieg und harmonische Energie
Hintergrund
Dieses Lied stammt aus dem indischen Film „Guddi“ (1971) und wurde von dem berühmten Dichter und Liedtexter Gulzar geschrieben. Es ist ein zeitgenössisches, aber sehr beliebtes Hindigebet, das in Schulen, bei Morgenversammlungen und in vielen Familien in Indien gesprochen oder gesungen wird. Die Bitte um Kraft, Weisheit und ein gutes Leben spricht Menschen aller Altersgruppen an und ist zu einem festen Bestandteil der alltäglichen Andacht geworden.
Über diesen Text
Verfasst von: Abhilash
Wusstest du schon?
Autor
Das bhajan (Gebetslied) stammt von Pradeep (Ramchandra Narayanji Dwivedi, 1915–1998), einem der bekanntesten Hindi-Dichter und Liedtexter Indiens. Er schrieb zahlreiche patriotische und religiöse Lieder, und dieses Gebet wird häufig in Schulen und auf Andachtsveranstaltungen gesungen.
Struktur
Das Lied besteht aus drei Strophen mit je vier Zeilen im Refrain-artigen Aufbau. Es verwendet einfache, einprägsame Reime (z. B. „dātā“ – „ho nā“) und eine direkte Ansprache an den „Geber“ (dātā) – ein verbreitetes Stilmittel in hinduistischen Bhajans.
Thema
Anders als viele Bittgebete erbittet dieses Lied nicht mehr Reichtum oder Erfolg, sondern moralische Stärke: eine schwache Überzeugung soll nicht erschüttert werden, der Weg der Rechtschaffenheit soll stets eingeschlagen bleiben. Es betont Selbstbesinnung statt Anspruchsdenken.
Schlüsselmetapher
Die Zeile „apnī karuṇā kā jal tū bahā ke kar de pāvan har ek man kā konā“ (Lass das Wasser deines Mitgefühls fließen und reinige jeden Winkel des Herzens) nutzt das Bild von fließendem Wasser, das die Seele wäscht – eine Anspielung auf rituelle Reinigung, hier aber verinnerlicht als spirituelle Läuterung.
Kulturelle Bedeutung
Vor allem der Satz „phūl khuśiyoṅ ke bā̃ṭe sabhī ko, sab kā jīvan hī ban jāe madhuban“ (Teilt die Blumen der Freude mit allen, bis das Leben jedes einzelnen zu einem Honiggarten wird) wird gern zitiert – ‚Madhuban‘ ist ein poetischer Begriff für einen Garten, der vor Süße und Glück überfließt.
Devi
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