Dharila Pandharicha Chor — Sant Janabai Abhanga
Ein unvergleichlich kühnes und inniges Gedicht der Dichterheiligen Sant Janabai aus dem 13. Jahrhundert. Sie bezichtigt Lord Vitthal spielerisch als 'Dieb von Pandharpur', der ihr Herz geraubt hat. Mit dem Seil unerschütterlicher Liebe fesselt sie ihn und schließt ihn in den Kerker ihres Herzens ein.
Verse
Ich habe den großen Dieb von Pandharpur (Lord Vitthal) gefasst und ihm die feste Schlinge der Liebe um den Hals gelegt!
Vers 1
Ich habe mein eigenes Herz in ein festes Verlies verwandelt, und wisset wohl: Ich habe diesen Dieb tief darin eingesperrt!
Vers 2
Ich verhörte ihn unerbittlich mit scharfen Worten; und so ward unwiderlegbar bewiesen, dass Vitthal wahrhaftig mein Herz gestohlen hat!
Vers 3
Jani (Janabai) spricht: O mein innig geliebter Vater Vitthal! Selbst wenn der Atem diesen Leib verlässt, nimmermehr lasse ich dich frei!
Vers 4
Anbetungsrichtlinien und Vorteile des Chants (Phalashruti)
Täglich oder an heiligen Mondtagen (Ekadashi, Purnima)
Brahma Muhurta (4:00 – 6:00 Uhr) oder Abenddämmerung
Ghee-Lampe, Weihrauch, frische Blüten und Wasseropfer
- Geistiger Friede, spiritueller Aufstieg und harmonische Energie
Hintergrund
Sant Janabai (1258–1350) diente als Magd im Hause Namdevs. Ihre Hingabe war so rein, dass der Herr selbst ihr bei der täglichen Arbeit beistand. Das Gedicht zeigt, wie göttliche Allmacht durch reine Liebe gefangen genommen wird.
Über diesen Text
Verfasst von: Sant Janabai
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