Bharat Devotion
Embroidered artwork for Lobpreis auf Shantinatha: Embroidered Jain ahimsa palm with a gold wheel, white marble temples and lotuses at dawn

Lobpreis auf Shantinatha

Lobpreis auf Shantinatha

Dieses Lied ist ein Lobgesang auf Shantinatha, den 16. spirituellen Lehrer im Jainismus. Es erzählt von seiner Geburt, seinem tugendhaften Leben und seiner Erleuchtung und bittet ihn um Frieden und Schutz.

Verse

Dschaja Dschinawara Dewā, Prabhu Dschaja Dschinawara Dewā Schāṃti Widhātā Schiwasukha Dātā Schāṃtinātha Dewā
Jai Jinvar Deva, Prabhu Jai Jinvar Deva | Shanti Vidhata Shivsukh Data Shantinath Deva ||

Vers 1

Airā Dewī Dhanja Dschagata Meṃ Dschisa Ura Āna Base Wischwasena Kula Nabha Meṃ Māno Pūnama Tschandra Lase 1 Dschaja Dschinawara Dewā
Aira Devi Dhanya Jagat Mein Jis Ur Aan Base | Vishvasen Kul Nabh Mein Mano Poonam Chandra Lase || 1 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 2

Kṛschṇa Tschaturdaschī Dscheṭha Māsa Kī Ānaṃda Karatārī Hastināpura Meṃ Dschanma Mahotsawa Ṭhāṭha Ratsche Bhārī 2 Dschaja Dschinawara Dewā
Krishna Chaturdashi Jeth Maas Ki Aanand Kartari | Hastinapur Mein Janam Mahotsav Thaath Rache Bhari || 2 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 3

Bāljakāla Kī Līlā Adabhuta Suranara Mana Bhāī Njāja Nīti Se Rādschja Kijo Tschira Sabako Sukhadāī 3 Dschaja Dschinawara Dewā
Balyakaal Ki Leela Adbhut Surnar Man Bhai | Nyaay Neeti Se Raj Kiyo Chir Sabko Sukhdaai || 3 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 4

Paṃtschama Tschakrī Kāma Dwādaschama Solhama Tīrthaṃkara Traja Padadhārī Tumhī Murārī Brahmā Schiwaschaṃkara 4 Dschaja Dschinawara Dewā
Pancham Chakri Kaam Dwadasham Solham Teerthankar | Tray Paddhari Tumhi Murari Brahma Shivshankar || 4 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 5

Bhawatana Bhoga Samadschha Kschaṇabhaṃgura Puni Wrata Dhāra Lie Schata-khaṃdha Nawa-nidhi Ratana Tschaturdascha Tschhāra Die 5 Dschaja Dschinawara Dewā
Bhavtan Bhog Samajh Kshan-Bhangur Puni Vrat Dhar Liye | Shat-Khandh Nav-Nidhi Ratan Chaturdash Chhaar Diye || 5 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 6

Durdara Tapa Kara Karma Niwāre Kewala Dschñāna Lahā De Upadescha Bhawika Dschana Bodhe Jaha Upakāra Mahā 6 Dschaja Dschinawara Dewā
Durdhar Tap Kar Karm Nivare Keval Gyan Laha | De Updesh Bhavik Jan Bodhe Yeh Upkaar Maha || 6 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 7

Schāṃtinātha He Nāma Tihārā Saba Dschaga Schāṃti Karo Aradscha Kare “schiwarāma” Tscharaṇa Meṃ Bhāpa Ātāpa Haro 7 Dschaja Dschinawara Dewā
Shantinath He Naam Tihara Sab Jag Shanti Karo | Araj Kare "Shivram" Charan Mein Bhaap Aataap Haro || 7 || || Jai Jinvar Deva ||

Vers 8

Worship Guidelines & Chanting Benefits (Phalashruti)

Auspicious Day

Täglich oder an heiligen Mondtagen (Ekadashi, Purnima)

Best Time (Muhurta)

Brahma Muhurta (4:00 – 6:00 Uhr) oder Abenddämmerung

Sacred Offerings

Ghee-Lampe, Weihrauch, frische Blüten und Wasseropfer

Spiritual Benefits (Phalashruti)
  • Geistiger Friede, spiritueller Aufstieg und harmonische Energie
Chanting Practice:Sing together with family at the conclusion of evening worship while offering a circular light flame.

Hintergrund

Dieses Lied stammt aus der hingebungsvollen Tradition des Jainismus, einer alten indischen Religion, die Gewaltlosigkeit und spirituelle Reinheit betont. Es wird traditionell bei religiösen Festen und Gebetsversammlungen gesungen, besonders zu Ehren des 16. Tirthankaras (spirituellen Lehrers) Shantinatha. Der Text preist die Tugenden und das Leben dieses verehrten Lehrers und wird oft in der Sprache Hindi oder verwandten Sprachen rezitiert.

Wusstest du schon?

Wer ist Shantinath?

Shantinath ist der 16. Tirthankara („Furt-Erbauer“) des Jainismus – ein erleuchteter Lehrer, der als Wegweiser über den Ozean des Lebenszyklus gilt. Sein Name bedeutet wörtlich „Herr des Friedens“, und er wird als Verkörperung von Ruhe und innerem Gleichgewicht verehrt.

Ein König, der alles aufgab

Bevor er Mönch wurde, war Shantinath ein mächtiger Herrscher von Hastinapur – derselben Stadt, die auch im Mahabharata-Epos eine zentrale Rolle spielt. Der Text betont, dass er sein Königreich mit Gerechtigkeit führte, bevor er die Vergänglichkeit allen Besitzes erkannte und dem Thron entsagte.

Einzigartige Zahlen

Shantinath ist der einzige Tirthankara, der als „Pancham Chakri“ bezeichnet wird – ein Herrscher, der das gesamte indische Subkontinent (Bharatvarsha) regierte. Zudem wird er als einer von nur drei Tirthankaras genannt, die in dieser kosmischen Ära geboren wurden, und als einer von nur zwei, die den Titel „Chakravarti“ (Weltherrscher) trugen.

Der große Verzicht

Der Vers erwähnt, dass Shantinath vierzehn „Ratnas“ (Juwelen) und neun „Nidhis“ (Schätze) besaß – Symbole für vollkommenen weltlichen Reichtum und Macht. Dass er all dies aufgab, unterstreicht die jainistische Lehre, dass wahres Glück nicht in Besitz, sondern in der Befreiung von Anhaftung liegt.

Der Weg zur Erleuchtung

Nach seiner Entsagung meditierte Shantinath unter einem Baum – der Überlieferung nach einem Nandi-Baum – und erreichte nach strenger Askese das „Kevala Jnana“, das allwissende, vollkommene Wissen. Von diesem Moment an lehrte er andere, den Weg aus Leiden und Wiedergeburt zu finden.

Ein Lied der Hingabe

Die wiederkehrende Zeile „Jai Jinvar Deva“ (Sieg, o höchster Herr) macht dieses Stück zu einem Bhajan – einem devotionalen Lied, das in der Jain-Tradition oft gemeinsam gesungen wird. Der Schlussvers nennt den Autor „Shivaram“, der demütig um Frieden und die Entfernung von Leid bittet – ein typisches Merkmal solcher Lobpreisungen.

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