Bhagya Lakshmi
Ein Lied zur Anrufung der Göttin des Glücks
Dieser poetische bhajan (ein Lied der Hingabe) bittet die Göttin Lakshmi, die Göttin des Wohlstands und Glücks, in die Häuser der Gläubigen zu kommen. Er beschreibt sie mit liebevollen Bildern und bittet um ihren Segen, um Reichtum, Zufriedenheit und spirituelle Fülle zu schenken.
Verse
Komm, o Lakshmi des Glücks, komm, unsere Mutter du. Komm, o Lakshmi des Wohlstands, komm, Mutter.
Vers 1
Setze einen Schritt vor den anderen, lass den Klang der Fußkettchen an deinen Füßen ertönen. Zur Zeit der Verehrung der Frommen und Heiligen bist du wie die Butter in der Buttermilch. Komm, o Lakshmi des Glücks, komm, Mutter.
Vers 2
Komm, einen Regen von Gold herbeirufend, zeige die Erfüllung der Wünsche des Herzens. O Tochter des Königs Janaka, die du mit dem Glanz von Millionen Sonnen erstrahlst, komm schnell, Mutter. Komm, o Lakshmi des Glücks, komm, Mutter.
Vers 3
Ohne nach links oder rechts zu schauen, wohnst du im Haus der Gläubigen – ewiges Fest, ewige Glücksverheißende. Du bist die strahlende Puppe im Herzen der Heiligen und Frommen, die die Wahrheit offenbaren. Komm, o Lakshmi des Glücks, komm, Mutter.
Vers 4
Nachdem du unzähliges Glück geschenkt hast, komm, das Armband an deiner Hand drehend. O Lotusäugige, mit Kumkuma gezeichnete, stolze Königin des Herrn Venkataramana. Komm, o Lakshmi des Glücks, komm, Mutter.
Vers 5
Ströme von Zucker und Ghee fließen lassend, zur Zeit der Freitagsverehrung. O Königin des liebevollen Herrn Alagiri Ranga, des makellosen Purandara Vitthala. Komm, o Lakshmi des Glücks, komm, Mutter.
Vers 6
Worship Guidelines & Chanting Benefits (Phalashruti)
Freitag und Vollmond
In der Abenddämmerung zur Lampenentzündung
Lotusblüte, Kheer-Süßspeise, Kumkum und Ghee-Lampe
- Reichtum, familiäre Harmonie und spirituelle Reinheit
Hintergrund
Dieser bhajan, ein frommes Lied, stammt von Sri Purandara Dasa (1484–1564), einem der größten Heiligen und Komponisten der indischen Karnataka-Musiktradition. Er ist Teil der Haridasa-Bewegung, einer hinduistischen Andachtsströmung, die in der Region Karnataka blühte und Gott in Form von Vishnu und seinen Avatar, besonders Krishna, verehrt. Der Text aus dem Kannada wird traditionell während der Lakshmi-Verehrung gesungen, besonders an Freitagen (die als glückverheißender Tag für die Göttin des Wohlstands gelten) oder in häuslichen und Tempelritualen. Er ruft die Göttin Lakshmi als „Bhagya Lakshmi“ – die Göttin des Glücks – an, sie möge mit ihrem Segen ins Haus kommen.
Über diesen Text
Verfasst von: Purandara Dasa
Wusstest du schon?
Komponist
Purandara Dasa (1484–1564) gilt als Vater der karnatischen Musik. Er schuf tausende Andachtslieder in Kannada, darunter dieses. Das Lied ist ein „Devarnama“, eine traditionelle Liedform, die einer Gottheit gewidmet ist.
Aufbau und Refrain
Der Refrain „Bhagyada Lakshmi Baramma“ („Glücksgöttin Lakshmi, komm“) wiederholt sich nach jeder Strophe. Die Verse beschreiben, wie Lakshmi mit klingenden Fußkettchen (Gezje) herbeischreitet und Segen bringt.
Bildersprache
In der ersten Strophe wird Lakshmi mit Butter in Buttermilch verglichen – unsichtbar, aber wertvoll. Dies unterstreicht ihre subtile, allgegenwärtige Gegenwart im Haus der Gläubigen.
Bezug zu Venkataramana
Die vierte Strophe nennt Lakshmi die „stolze Königin Venkataramanas“ – eine Anspielung auf den Herrn des Tirupati-Tempels (Vishnu). Dadurch wird das Lied in den Vishnu-Kult eingebettet.
Freitagsritual
Die letzte Strophe erwähnt den Freitag (Shukravara) als Zeit der Verehrung. An diesem Tag wird Lakshmi besonders geehrt, und das Lied wird oft im Rahmen von Pujas gesungen.
Lakshmi
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