Bharat Devotion
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Ein universelles Friedensgebet aus den Upanishaden

Ein universelles Friedensgebet aus den Upanishaden

Dieses kurze Sanskrit-Gebet ist ein universeller Segenswunsch: Mögen alle Wesen glücklich sein, mögen alle gesund sein, mögen alle Gutes sehen und niemandem Leid widerfahren. Es schließt mit einem dreifachen Ruf nach Frieden.

Verse

Oṃ Sarwe Bhawantu Sukhinaḥ Sarwe Santu Nirāmajāḥ
Om Sarve Bhavantu Sukhinah Sarve Santu Niramayah

Vers 1

Sarwe Bhadrāṇi Paschjantu Mā Kaschtschidduḥkhabhāgbhawet
Sarve Bhadrani Pashyantu Maa Kashchid Dukh Bhaag Bhavet

Vers 2

Oṃ Schāntiḥ Schāntiḥ Schāntiḥ
Om Shantih Shantih Shantih

Vers 3

Worship Guidelines & Chanting Benefits (Phalashruti)

Auspicious Day

Täglich oder an heiligen Mondtagen (Ekadashi, Purnima)

Best Time (Muhurta)

Brahma Muhurta (4:00 – 6:00 Uhr) oder Abenddämmerung

Sacred Offerings

Ghee-Lampe, Weihrauch, frische Blüten und Wasseropfer

Spiritual Benefits (Phalashruti)
  • Geistiger Friede, spiritueller Aufstieg und harmonische Energie

Hintergrund

Dieser Sanskrit-Vers ist ein bekanntes Friedensgebet (Shanti-Mantra) aus der Tradition der Upanishaden, den philosophischen Schriften des Hinduismus. Er wird häufig am Anfang oder Ende von Meditationen, Gebeten und spirituellen Zeremonien rezitiert, um Wohlwollen und Harmonie für alle Wesen zu erbitten. Die dreifache Wiederholung von „Shanti“ (Frieden) am Ende soll Frieden auf körperlicher, geistiger und seelischer Ebene herbeiführen.

Wusstest du schon?

Ein Friedensgebet (Shanti-Mantra)

Dieses kurze Sanskrit-Gebet wird in Indien traditionell am Ende von Zeremonien, Unterrichtsstunden und Zusammenkünften rezitiert, um die Veranstaltung mit guten Wünschen für alle abzuschließen. Es gehört zu den bekanntesten Mantras des Hinduismus überhaupt.

Dreifacher Frieden

Das dreimalige „Shanti“ (Frieden) ist kein Zufall — es steht für Frieden auf drei Ebenen: im eigenen Inneren (Körper und Geist), im Umgang mit anderen Lebewesen und gegenüber den Kräften der Natur. Diese Dreiteilung ist ein klassisches Konzept der indischen Tradition.

Ein Gebet für alle

Auffällig ist das wiederholte „sarve“ (alle): Es wird nicht nur für sich selbst oder die eigene Familie gebeten, sondern ausdrücklich für alle Wesen — ohne Ausnahme. Das macht dieses Mantra zu einem seltenen Beispiel radikaler Inklusivität in der Gebetsliteratur.

Klassisches Versmaß

Die vier Zeilen folgen dem Anushtubh-Versmaß, dem häufigsten Metrum der vedischen Dichtung, mit je acht Silben pro Zeile. Dadurch ist das Mantra leicht zu lernen und zu rezitieren — ein wesentlicher Grund für seine weite Verbreitung.

Das heilige „Om“

Das Mantra beginnt und endet mit „Om“, der heiligsten Silbe des Hinduismus. Sie gilt als Urklang, aus dem der Kosmos hervorgegangen sein soll, und wird vor fast jedem Gebet gesprochen.

Weltweite Verbreitung

Durch die globale Yoga-Bewegung ist dieses Mantra heute weit über Indien hinaus bekannt — in Yogastudios weltweit wird es oft als Abschlussgesang gesungen, auch von Menschen ohne hinduistischen Hintergrund.