Sammlung von Hymnen aus dem Guru Granth Sahib
Diese Zusammenstellung vereint mehrere Shabads (Hymnen) und Slokas aus dem Guru Granth Sahib, der heiligen Schrift der Sikhs. Sie preisen die Größe Gottes, die Bedeutung des göttlichen Namens und die Hingabe an den Guru als Weg zur Erlösung.
Verse
Herr erschafft in jedem Zeitalter seine Diener und bewahrt ihre Ehre. Er tötete den bösen Harnakash und errettete Prahlad. Die Stolzen und Verleumder wies er ab, doch Namdev zog er an sein Angesicht. Diener Nanak, wer so den Herrn dient, den befreit er am Ende. ||4||13||20||
Vers 1
Schmerz ward zur Arznei, Glück zur Krankheit, als das Glück nicht mehr währte. Du bist der Schöpfer, das Wirken, ich bin nichts; wenn ich etwas tue, geschieht es nicht. ||1||
Vers 2
Ich bin hingegeben an die wunderbare Schöpfung, in der du wohnst. Dein Ende kann niemand ergründen. ||1|| Pause ||
Vers 3
Im Sein ist das Licht, im Licht das Sein; mit Weisheit und Kraft bist du erfüllt. Du bist der wahre Herr, dessen Lob süß ist; wer es singt, gelangt hinüber. Sprich, Nanak: Was der Schöpfer tut, das tut er und tut es weiter. ||2||
Vers 4
Jene Tür: Rag Asa, erstes Haus. Der eine Schöpfer, durch die Gnade des wahren Guru.
Vers 5
Von welcher Art ist deine Tür, deine Wohnstatt, von der aus du alle umsorgst? Deine Klänge ertönen unzählig, und viele sind deine Spieler. Viele sind deine Ragas und Gesänge, die von Feen vorgetragen werden, und viele deine Sänger. Es singen dich Wind, Wasser und Feuer; es singt dich der König Dharma an seiner Pforte. Es singen dich Chit und Gupt, die alles aufzeichnen; sie schreiben und schreiben und richten nach Dharma.
Vers 6
Es singen dich Shiva, Brahma und die Göttin, die stets in deinem Schmuck erstrahlen. Es singen dich Indra, der auf seinem Thron sitzt, und die Götter an deiner Tür. Es singen dich die Siddhas in ihrer Versenkung, es singen dich die Heiligen in ihrem Sinnen. Es singen dich die Keuschen, die Wahrhaftigen, die Genügsamen, es singen dich die starken Helden. Es singen dich die Gelehrten, die die Schriften lesen und die Rishis, die die Veden aller Zeitalter kennen.
Vers 7
Es singen dich die bezaubernden Frauen, die das Herz betören, und die Welten des Himmels, der Erde und der Unterwelt. Es singen dich die Edelsteine, die du erschaffen hast, und die achtundsechzig heiligen Stätten. Es singen dich die mächtigen Krieger und Helden, es singen dich die vier Arten der Schöpfung. Es singen dich die Erdenkreise, die Kontinente und die Weltallkugeln, die du machst und machst und in deiner Ordnung erhältst.
Vers 8
Nur die dich singen, die dir gefallen, die in deine süße Hingabe versunken sind. Viele andere singen dich, die mir nicht in den Sinn kommen; was kann Nanak da bedenken?
Vers 9
Derselbe, derselbe ist ewig der wahre Herr, der Wahrhaftige, mit wahrhaftigem Namen. Er ist und wird sein, vergeht nicht und vergeht nicht, die Schöpfung, die er erschaffen hat.
Vers 10
In bunten Farben und gar vielfältig schuf er die Maya, die Wesen und Arten. Er schaut auf sein eigenes Werk, so wie seine Herrlichkeit ist. Was ihm gefällt, das tut er; kein Befehl kann ihm gegeben werden. Jener Herrscher, König der Könige, der Herr; Nanak, in Seinem Willen ist allein zu verweilen. ||1||
Vers 11
Asa, erstes Haus: Hörend nennt ihn jeder groß. Doch wie groß er ist, wird erst gesehen. Sein Wert kann nicht erfasst, nicht ausgesprochen werden. Die Verkünder sind in dir aufgegangen. ||1||
Vers 12
Groß ist mein Herr, tief und unergründlich, voller Tugenden. Niemand kennt dein Maß und deine Größe. ||1|| Pause ||
Vers 13
Alle Sinne vereint üben das eine Gewahrsein. Alle Werte vereint finden den einen Wert. Die Weisen, die Frommen, die Lehrer der Lehrer – kein noch so kleines Stück deiner Herrlichkeit kann ausgesprochen werden. ||2||
Vers 14
Alle Wahrheiten, alle Bußen, alle Güte – die Herrlichkeiten der Siddhas und der Vollendeten – ohne dich erlangt niemand Vollendung. Durch Gnade wird sie, nicht durch Zurückhalten. ||3||
Vers 15
Was kann der Verkünder schon ausrichten? Deine Lobpreisungen füllen alle Schatzkammern. Wem du gibst, was kann der schon tun? Nanak, du bist der wahre Ordner. ||4||2||
Vers 16
Asa, erstes Haus: Indem ich dich preise, lebe ich; vergesse ich dich, sterbe ich. Schwer zu preisen ist der wahre Name. Es hungert nach dem wahren Namen; von diesem Hunger verzehrt, vergehen alle Leiden. ||1||
Vers 17
Wie könnte ich ihn vergessen, meine Mutter? Den wahren Herrn mit dem wahren Namen. ||1|| Pause ||
Vers 18
Ein noch so kleines Stück der Herrlichkeit des wahren Namens – die Verkünder sind ermattet, doch seinen Wert haben sie nicht gefunden. Wenn alle versammelt ihn preisen, wird er nicht größer noch kleiner. ||2||
Vers 19
Er stirbt nicht, noch kommt Trauer auf. Er gibt immerdar, und der Genuss versiegt nicht. Dies ist seine Tugend, keine andere gibt es. Keiner war, keiner wird sein wie er. ||3||
Vers 20
So groß wie du selbst, so groß ist deine Gabe. Du hast den Tag geschaffen und die Nacht gemacht. Wer den Herrn vergisst, ist niedrig geboren. Nanak, ohne den Namen ist er ein Ausgestoßener. ||4||3||
Vers 21
Rag Gujari, viertes Haus: Die Diener des Herrn, die wahren Guru, die wahrhaftigen Wesen – ich flehe dich an, o Guru. Wir sind Würmer, Maden; unter deiner Zuflucht, o wahrer Guru, erbarme dich und lass den Namen erstrahlen. ||1||
Vers 22
Mein Freund, der göttliche Guru, lass mich den Namen Ram erstrahlen. Durch die Lehre des Guru ist der Name mein Lebensgefährte; das Lob des Herrn ist mein täglicher Lebensunterhalt. ||1|| Pause ||
Vers 23
Die Diener des Herrn haben großes Glück, die den Herrn lieben und nach ihm dürsten. Wenn sie den Namen Hari Hari erlangen, werden sie gestillt; in der Gemeinschaft der Heiligen erstrahlen die Tugenden. ||2||
Vers 24
Die den Geschmack des Namens Hari Hari nicht fanden, sind unglücklich und dem Tod verfallen. Die nicht zum wahren Guru und zur Gemeinschaft kamen, verflucht sei ihr Leben, verflucht ihr Atem. ||3||
Vers 25
Die die Gemeinschaft der wahren Diener des Herrn erlangten, auf deren Stirn war es von Anfang an geschrieben. Gesegnet, gesegnet sei die heilige Gemeinschaft, in der der Geschmack des Herrn gefunden wird; mit Nanak vereint erstrahlt der Name. ||4||4||
Vers 26
Rag Gujari, fünftes Haus: Warum, o Herz, grübelst du über Mühe, wenn der Herr selbst für deinen Lebensunterhalt sorgt? Aus Felsen und Steinen erschuf er Lebewesen und legt ihren Unterhalt vor ihnen bereit. ||1||
Vers 27
Mein Herr, durch die heilige Gemeinschaft wird man errettet. Durch die Gnade des Guru erlangt man die höchste Stufe; aus vertrocknetem Holz wird grünes. ||1|| Pause ||
Vers 28
Mutter, Vater, Verwandte, Söhne, Frauen – niemand trägt die Last des anderen. Der Herr selbst versorgt jedes Haupt mit Nahrung; warum, o Herz, fürchtest du dich? ||2||
Vers 29
Hunderte von Meilen fliegt der Vogel herbei, und hinter ihm her eilen die Jungen. Wer füttert sie, wer gibt ihnen zu picken? Denke daran im Herzen. ||3||
Vers 30
Alle neun Schätze und die achtzehn Siddhis hat der Herr in seiner Handfläche. Diener Nanak, ich bin ein Opfer, immer ein Opfer für dich; dein Ende ist nicht zu finden und unergründlich. ||4||5||
Vers 31
Rag Asa, viertes Haus, Jener Purush, der Eine Schöpfer, durch die Gnade des wahren Guru.
Vers 32
Jener Purush, der Unbefleckte, der Herr, der Unbefleckte, der Unzugängliche, der Unergründliche, der Unendliche. Alle gedenken deiner, alle gedenken deiner, o wahrer Schöpfer. Alle Wesen sind dein, du bist der Spender der Wesen. Gedenkt des Herrn, ihr Heiligen, der alle Leiden vergessen lässt. Der Herr selbst ist der Herr, der Herr selbst ist der Diener; was ist Nanak, das geringe Geschöpf? ||1||
Vers 33
Du bist in jedem Herzen, in allen durchdringend; der eine Purush ist in allem gegenwärtig. Manche sind Geber, manche Bettler; das alles sind deine wunderbaren Spiele. Du selbst bist der Geber, du selbst der Genießer; ich erkenne keinen anderen außer dir. Du bist der Höchste Brahman, unendlich, unendlich; welche Tugenden kann ich von dir verkünden? Die dich dienen, die dich dienen, o Herr – Diener Nanak ist ihnen ein Opfer. ||2||
Vers 34
Die deiner gedenken, die deiner gedenken, o Herr, diese Menschen leben in Frieden in jedem Zeitalter. Sie sind befreit, sie sind befreit, die den Herrn bedachten; die Schlinge des Todes ist zerbrochen. Die den Furchtlosen, den Herrn, den Furchtlosen bedachten, deren Furcht ist ganz geschwunden. Die meinen Herrn dienten, die meinen Herrn dienten, sie gingen in der Gestalt des Herrn auf. Gesegnet, gesegnet sind sie, die den Herrn bedachten; Diener Nanak ist ein Opfer für sie. ||3||
Vers 35
Deine Anbetung, deine Anbetung, die Schätze sind unendlich, unendlich gefüllt. Deine Diener, deine Diener lobpreisen dich, o Herr, auf vielfache, unzählige, endlose Weise. Unzählig, unzählig vollbringen sie deine Verehrung, o Herr; unendlich viele üben Buße und Rezitation. Unzählig, unzählig lesen sie viele Smritis und Shastras und verrichten die sechs Handlungen und Riten. Jene Diener, jene Diener sind gut, o Nanak, die meinem Herrn, dem Erhabenen, gefallen. ||4||
Vers 36
Du bist der Urpurush, der Unermessliche, der Schöpfer; dir gleich ist keiner. Du bist von Zeitalter zu Zeitalter der Eine, immer und immer der Eine; du bist der unwandelbare Schöpfer. Was dir gefällt, das geschieht; du selbst tust, und es geschieht. Du selbst hast die ganze Schöpfung erschaffen; du selbst erschaffst und löst alles auf. Diener Nanak singt die Tugenden des Schöpfers, der aller Kenner ist. ||5||1||
Vers 37
Asa, viertes Haus: Du bist der wahrhaftige Schöpfer, mein Herr. Was dir gefällt, das geschieht; was du gibst, das empfange ich. ||1|| Pause ||
Vers 38
Alles ist dein; von allen wirst du bedacht. Wem du Gnade schenkst, der erlangt den Edelstein des Namens. Durch die Lehre des Guru wird er gefunden, durch den Eigenwillen verloren. Du selbst trennst, du selbst vereinst. ||1||
Vers 39
Du bist der Ozean; alles ist in dir. Außer dir gibt es keinen anderen. Alle Lebewesen sind dein Spiel. Durch Trennung vereint, durch Verbindung getrennt, führst du sie zusammen. ||2||
Vers 40
Wen du erkennen lässt, der erkennt. Er spricht und verkündet stets die Tugenden des Herrn. Wer dem Herrn diente, der fand Frieden; er ging in den Namen des Herrn ein. ||3||
Vers 41
Du selbst bist der Schöpfer; alles Geschehene ist dein Werk. Außer dir gibt es keinen anderen. Du schaffst, schaffst und siehst und weißt es. Diener Nanak, durch die Lehre des Guru wirst du offenbar. ||4||2||
Vers 42
Asa, erstes Haus: An jenem See wohnten die Menschen; Wasser und Feuer machten sie. Im Lotus der Täuschung bewegt sich der Fuß nicht; ich sehe, dort sind sie ertrunken. ||1||
Vers 43
O Herz, du denkst nicht an den Einen, du törichtes Herz. Wenn der Herr vergessen wird, welken deine Tugenden dahin. ||1|| Pause ||
Vers 44
Weder bin ich enthaltsam noch wahrhaftig, noch gelehrt; als Narr und Tor wurde ich geboren. Nanak fleht: Ich suche Zuflucht bei denen, die dich nie vergessen. ||2||3||
Vers 45
Asa, fünftes Haus: Diese menschliche Geburt ist dir zuteil geworden. Dies ist deine Gelegenheit, den Herrn der Welt zu treffen. Andere Werke nützen dir nichts. Suche die Gemeinschaft der Heiligen und singe allein den Namen. ||1||
Vers 46
Rüste dich, das Weltmeer zu überqueren. Umsonst vergeht das Leben in den Freuden der Maya. ||1|| Pause ||
Vers 47
Rezitation, Buße, Selbstbeherrschung und Dharma habe ich nicht geübt. Den Dienst an den Heiligen und den Herrn König habe ich nicht erkannt. Sprich, Nanak: Wir sind von niedrigen Taten; wir suchen deine Zuflucht, bewahre unsere Ehre. ||2||4||
Vers 48
Gedichtvortrag, Bitte: Chaupai: Gewähre mir deinen Schutz, o Herr. Vollende die Wünsche meines Herzens. Lass mein Herz an deinen Füßen verweilen. Nimm mich als dein Eigen an und pflege mich. ||377||
Vers 49
All meine Feinde vernichte du. Gib mir deine Hand und rette mich. Möge meine Familie in Frieden leben. Mögen alle Diener und Schüler in deiner Obhut sein, o Schöpfer. ||378||
Vers 50
Gewähre mir deinen Schutz mit deiner eigenen Hand. Töte heute alle meine Feinde. Möge meine Hoffnung erfüllt werden. Möge die Sehnsucht nach deinem Dienst in mir bleiben. ||379||
Vers 51
Dich verlassend, denke ich an keinen anderen. Was ich begehre, das erlange ich von dir. Rette meine Diener und Schüler. Töte einen nach dem anderen meine Feinde. ||380||
Vers 52
Gib mir deine Hand und errette mich. Vertreibe die Angst vor dem Tod. Sei stets mein Beschützer. Gewähre mir Schutz, o Herr mit dem Schwert in der Hand. ||381||
Vers 53
Nimm mich in deinen Schutz, o Beschützer. Herr, Heiliger, lieber Helfer. Freund der Niedrigen, Vernichter der Feinde. Du bist der Herr der vierzehn Welten. ||382||
Vers 54
Durch die Macht der Zeit ward Brahma geboren. Durch die Macht der Zeit erschien Shiva. Durch die Macht der Zeit offenbarte sich Vishnu. Die ganze Zeit zeigte ihr Spiel. ||383||
Vers 55
Jene Zeit, die Shiva zum Yogi machte, die Brahma, den Vedenkönig, werden ließ. Jene Zeit, die alle Welten ordnete. Ihr gilt meine Verneigung. ||384||
Vers 56
Jene Zeit, die die ganze Welt erschuf, Götter, Dämonen und Yakshas hervorbrachte. Am Anfang und am Ende der eine Avatar. Ihn erkennt als meinen Guru. ||385||
Vers 57
Meine Verneigung gilt ihm allein, der die ganze Schöpfung selbst ordnete. Den Dienern gab er Freude an der Tugend. Die Feinde tötete er im Augenblick. ||386||
Vers 58
Er kennt das Innere jedes Herzens. Er erkennt den Schmerz von Gut und Böse. Von der Ameise bis zum Elefanten, auf alle blickt er mit Gnade. ||387||
Vers 59
Wenn die Heiligen leiden, leidet er mit. Wenn die Weisen Freude haben, freut er sich. Er erkennt den Schmerz eines jeden. Er kennt jedes Herz, jede Hülle. ||388||
Vers 60
Wenn du die Schöpfung erhebst, o Schöpfer, dann gibst du der Schöpfung einen unendlichen Körper. Wenn du sie zurückziehst, o Herr, dann gehen alle Körper in dir auf. ||389||
Vers 61
So viele Gesichter die Schöpfung auch trägt, jedes äußert sich nach seinem eigenen Verständnis. Du bist von allem getrennt und anders. Die Veden kennen das Geheimnis und die Welt. ||390||
Vers 62
Formlos, ohne Makel, ohne Stütze. Uranfänglich, unberührt, anfangslos, ungeboren. Der Tor sucht ein Geheimnis von ihm, dessen Geheimnis nicht einmal die Veden ergründen. ||391||
Vers 63
Ihn hält man für einen Stein, großer Tor, der das Geheimnis nicht kennt. Mahadev nennt man ewig heilig, doch das Wesen des Formlosen erkennt man nicht. ||392||
Vers 64
So viel Verstand ein jeder hat, so verschieden beschreibt man dich. Deine Ausdehnung kann nicht erfasst werden. Auf welche Weise wurde die erste Schöpfung eingerichtet? ||393||
Vers 65
Von einer Gestalt, unvergleichlicher Gestalt – arm wird er, König, Herrscher. Eiergeborene, Mutterschoßgeborene, Schweißgeborene schuf er; dann die Keimgeborenen und die vier Arten. ||394||
Vers 66
Bald blüht er auf und wird König; bald zieht er sich zusammen und wird zum Bettler. Die ganze Schöpfung zeigt er als Wunder; der Urgestalt, dem ewig Anfanglosen, dem Selbstseienden. ||395||
Vers 67
Nun gewähre du mir deinen Schutz. Rette die Schüler, vernichte die Ungelehrigen. Alle Feinde, die Unruhe stiften, alle Unreinen, töte im Kampf. ||396||
Vers 68
Die unter deinen Schutz fliehen, o Herr mit dem Schwert, deren Feinde sterben in Qual. Wer seinen Fuß auf dich setzt, dem nimmst du alle Nöte. ||397||
Vers 69
Wer in diesem Zeitalter auch nur einmal an dich denkt, dem naht der Tod nicht. Er hat stets Schutz; alle Feinde und Übel weichen sofort. ||398||
Vers 70
Auf wen du mit gnädigem Blick schaust, dessen Leiden vergehen im Nu. Reichtum und Vollendung stellen sich im Hause ein; kein Feind kann ihm etwas anhaben. ||399||
Vers 71
Wer nur einmal deiner gedachte, den rettest du aus der Schlinge des Todes. Der Mensch, der deinen Namen ausspricht, wird von Armut, Feinden und Sünden befreit. ||400||
Vers 72
Ich suche Zuflucht bei dir, Khadgaketu. Gib mir deine Hand und errette mich. Sei mir überall ein Helfer. Bewahre mich vor Feinden und Sünden. ||401||
Vers 73
Swaiya: Seit ich deinen Fuß ergriff, hat kein Feind mich anblicken können. Ram, Rahim, Puranas, Koran – viele sagen, doch eine Lehre erkenne ich nicht. Smritis, Shastras, Veden – alle sprechen viele Geheimnisse, doch ich erkenne nur eines. Durch deine Gnade, o Herr mit dem Schwert, habe ich nicht gesprochen, sondern alles von dir verkündet. ||8_63||
Vers 74
Doha: Alle Türen verlassend, ergriff ich deine Tür. Die Scham, den Arm ergriffen zu haben, o Herr, Gobind, dein Diener. ||8_64||
Vers 75
Freude ist gekommen, o meine Mutter, denn ich habe den wahren Guru gefunden.
Ich habe den wahren Guru gefunden, mühelos und aus innerer Einsicht; mein Geist erbebt vor Freude.
Die Juwelen der Ragas samt ihren Gefolgschaften sind gekommen, um das Wort des Shabad zu singen.
Singt das Shabad des Herrn, das sich im Geist eingeprägt hat.
Nanak spricht: Freude ist gekommen, denn ich habe den wahren Guru gefunden.
Vers 76
O mein Herz, bleibe stets beim Herrn. Bleibe beim Herrn, o mein Herz, dann vergisst du alle Leiden. Er nimmt dich an und vollendet alle deine Angelegenheiten. Er ist allmächtig in allen Dingen, warum vergisst du ihn im Herzen? Nanak spricht: O mein Herz, bleibe stets beim Herrn. ||2||
Vers 77
Wahrer Herr, was fehlt in deinem Hause? In deinem Hause ist alles; wer es gibt, der empfängt. Stets sei dein Lob und Preis; lass den Namen im Herzen wohnen. In wessen Herzen der Name wohnt, in dem erklingen viele Klänge des Wortes. Nanak spricht: Wahrer Herr, was fehlt in deinem Hause? ||3||
Vers 78
Der wahre Name ist meine Stütze. Der wahre Name ist meine Stütze, der allen Hunger vertrieben hat. Er kam in Frieden und Freude in mein Herz und erfüllte alle Wünsche. Ich bin stets ein Opfer für den Guru, der mir diese Herrlichkeiten schenkte. Nanak spricht: Hört, ihr Heiligen, liebt das Wort. Der wahre Name ist meine Stütze. ||4||
Vers 79
Die fünf Klänge erklingen in jenem glücklichen Hause. In dem glücklichen Hause erklingen Klänge, das mit Kraft erfüllt ist. Die fünf Feinde hast du unterworfen, den Todesengel getötet. Wen du von Anfang an begnadet hast, die hängen am Namen des Herrn. Nanak spricht: Dort ist Frieden, in jenem Hause erklingen die ungeschlagenen Klänge. ||5||
Vers 80
Hört die Freude, ihr Hochbeglückten, alle Wünsche sind erfüllt. Der Höchste Brahman, der Herr, ist gefunden; alle Sorgen sind gewichen. Leiden, Krankheit und Pein sind gewichen, da die wahre Botschaft gehört ward. Heilige und Freunde sind erquickt, durch den vollkommenen Guru erkannt. Die Hörenden sind rein, die Sprechenden heilig; der wahre Guru ist allgegenwärtig. Nanak fleht, er umfasst die Füße des Guru; die ungeschlagenen Trompeten erklingen. ||40||1||
Vers 81
Mundavani, fünftes Haus: In der Schale sind drei Dinge gelegt: Wahrheit, Genügsamkeit und Nachdenken. Der ambrosische Name des Herrn ist darin, der aller Stütze ist. Wer isst, wer genießt, dessen Erlösung wird. Diese Gabe kann man nicht aufgeben; bewahre sie stets im Herzen. Tauche unter in diese Welt, indem du die Füße umfasst; Nanak, die ganze Schöpfung ist Brahman. ||1||
Vers 82
Salok, fünftes Haus: Was du getan hast, wusste ich nicht; du hast mich fähig gemacht. Ich, der Unwürdige, habe keine Tugend; du selbst hast Erbarmen gehabt. Erbarmen hast du gehabt, Gnade ward zuteil; der wahre Guru, der Freund, ist mir begegnet. Nanak, wenn der Name mir zuteil wird, dann lebe ich; Leib und Seele werden grün. ||1||
Vers 83
Pauri: Dort bist du allmächtig, wo niemand ist. Dort ist dein Schutz im Feuer des Leibes. Hörend auf deinen Namen lassen die Boten des Todes ab. Das gefährliche, unergründliche Weltmeer überquert man durch das Wort des Guru. Die Durstigen, die den Nektar trinken. In diesem Zeitalter ist dies das Verdienst: die Tugenden des Herrn der Welt zu singen. Allen ist er gnädig; er behütet sie Atemzug für Atemzug. Keiner geht leer aus, der zu dir kommt. ||9||
Vers 84
Rag Gujari, War, fünftes Haus: Der Eine Schöpfer, durch die Gnade des wahren Guru. Salok, fünftes Haus: Im Inneren den Guru anbeten, mit der Zunge den Namen des Guru rezitieren. Mit den Augen den wahren Guru sehen, mit den Ohren den Namen des Guru hören. Wer mit dem wahren Guru verbunden ist, erlangt einen Platz im Hof des Herrn. Sprich, Nanak: Wem er Gnade schenkt, dem gibt er diese Gabe. In der Welt werden die Erhabenen ausgewählt; selten, sehr selten sind sie. ||1||
Vers 85
Fünftes Haus: Der Beschützer selbst hat sie beschützt. Er legte sie zu Füßen des Guru und vollendete ihr Werk. Er selbst ward gnädig und vergaß sie nicht. In der Gemeinschaft der Heiligen ließ er sie das Weltmeer überqueren. Die Gottlosen, Verleumder und Feinde vernichtete er im Nu. Die Stütze jenes Herrn ist in Nanaks Herzen. Wenn man an ihn denkt, kommt Friede, und alle Leiden vergehen. ||2||
Vers 86
Worship Guidelines & Chanting Benefits (Phalashruti)
Täglich oder an heiligen Mondtagen (Ekadashi, Purnima)
Brahma Muhurta (4:00 – 6:00 Uhr) oder Abenddämmerung
Ghee-Lampe, Weihrauch, frische Blüten und Wasseropfer
- Geistiger Friede, spiritueller Aufstieg und harmonische Energie
Hintergrund
Die Verse stammen aus verschiedenen Teilen des Guru Granth Sahib, der zentralen religiösen Schrift des Sikhismus. Sie wurden von verschiedenen Gurus verfasst, darunter Guru Nanak, Guru Amar Das, Guru Ram Das und Guru Arjan, und werden in unterschiedlichen Raga-Melodien vorgetragen. Traditionell werden diese Hymnen im täglichen Gebet (Nitnem) rezitiert oder in der Gemeinschaft gesungen, um die Seele zu läutern und die Verbindung zu Gott zu vertiefen.
Über diesen Text
Verfasst von: Guru Nanak Dev Ji · Sikh Guru (First of the Ten) · 1469–1539 CE, Punjab
The founder of Sikhism and the first of the Ten Sikh Gurus, born in Talwandi (present-day Nankana Sahib, Pakistan). He undertook long journeys (Udasis) across South Asia and beyond to share his teachings on the oneness of God and the equality of all people, and composed hymns later included in the Guru Granth Sahib.
Wusstest du schon?
Mehrere Verfasser unter den Gurus
Diese Verse stammen aus dem Guru Granth Sahib und dem Dasam Granth und enthalten Kompositionen von Guru Nanak (M1), Guru Amar Das (M3), Guru Ram Das (M4), Guru Arjan (M5) und Guru Gobind Singh. Jeder Abschnitt ist mit einem bestimmten Raga (musikalischer Tonart) und Mahala (Nummer des Verfassers) gekennzeichnet, was den geordneten Aufbau der Sikh-Schrift widerspiegelt.
Auszüge aus dem Dasam Granth (Verse 48–74)
Die Verse 48 bis 72 bilden den Kabiyo Bach Benti Chaupai, ein Gebet um den Schutz des Herrn aus dem Abschnitt Charitropakhyan des Dasam Granth, der traditionell Guru Gobind Singh zugeschrieben wird. Das Savaiya und das Dohra, die ihn abschließen (Verse 73–74), stammen aus dem Ram-Avtar-Teil des Abschnitts Chaubis Avtar.
Anand Sahib, das Lied der Freude (Verse 75–80)
Verfasst von Guru Amar Das, feiert das „Anand Sahib“ (Lied der Seligkeit) die Freude über die Begegnung mit dem Satguru (wahren Guru) und den inneren Frieden, der aus der Verwirklichung des Göttlichen erwächst. Es wird traditionell bei der sikhischen Hochzeitszeremonie (Anand Karaj) und bei anderen festlichen Zusammenkünften rezitiert.
Die So-Purkh-Meditation (Verse 31–36)
Diese Komposition von Guru Ram Das ist als „So Purkh“ (jenes Urwesen) bekannt und ist ein meditativer Hymnus auf Gott als den unvergleichlichen, formlosen Schöpfer. Sie betont, dass dieselbe göttliche Gegenwart in allen Wesen wohnt und dass aufrichtige Hingabe zur Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod führt.
Das Mundavani-Siegel (Vers 81)
Das „Mundavani“ (Siegelgebet) von Guru Arjan beschließt den Guru Granth Sahib. Es nennt drei wesentliche Tugenden, Wahrheit (sat), Zufriedenheit (santokh) und Betrachtung (vichar), und erklärt den göttlichen Namen (Amrit Naam) zur wahren Stütze für alle. Dieser Vers unterstreicht die zentrale Lehre des Sikhismus, dass die Führung des Gurus unerlässlich ist, um den Ozean des Daseins zu überqueren.
Schutz und Paradoxon (Verse 0–2)
Die einleitenden Zeilen erzählen, wie Gott den Hingegebenen Prahlad vor dem Dämon Hiranyakashipu rettete und Namdev erhob. Guru Nanaks Salok führt den paradoxen Gedanken ein, dass Leid das Heilmittel (dukh daru) und weltliches Vergnügen die Krankheit (sukh rogu) sein kann, und mahnt, den Willen Gottes als letzte Wirklichkeit anzuerkennen.
Guru Nanak Dev Ji
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Dieselbe Lehre, widergespiegelt in verschiedenen Traditionen
