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Embroidered artwork for Das Pasayadan – Segensgebet aus der Dnyaneshwari: Embroidered Om symbol above a brass diya, marigolds and a temple spire at sunrise

Das Pasayadan – Segensgebet aus der Dnyaneshwari

Das Pasayadan – Segensgebet aus der Dnyaneshwari

Das Pasayadan ist ein abschließendes Segensgebet aus der Dnyaneshwari, das um das Wohl aller Wesen, die Beseitigung von Hindernissen und die Verbreitung von Rechtschaffenheit bittet.

Verse

Ātāṃ Wischwātmake Dewe, Jeṇe Wāgjadschñe Toschāwe, Toschoni Madscha Djāwe, Pasājadāna He
Aata Vishwatmake Deve, Yene Vag-Yagye Toshave, Toshoni Maj Dhyave, Pasayadaan He

Vers 1

Dsche Khal̤āṃtschi Wjaṃkaṭī Sāṃḍo, Tajā Satkarmī Ratī Wāḍho, Bhūtāṃ Paraspare Dschaḍo, Maitra Dschīwāṃtsche
Je Khalanchi Vyakati Sando, Taya Satkarmi Rati Vadho, Bhootan Paraspare Jado, Maitra Jeevanche

Vers 2

Duritāṃtsche Timira Dschāwo, Wischwa Swadharma Sūrje Pāho, Dscho Dsche Wāṃtschhīla To Te Lāho, Prāṇidschāta
Duritanche Timir Jaavo, Vishwa Swadharma Soorye Paaho, Jo Je Vanchhil To Te Laaho, Pranijaat

Vers 3

Warschata Sakal̤a Maṃḍal̤ī, Īschwaranischṭhāṃtschī Māṃdijāl̤ī, Anawarata Bhūmaṃḍal̤ī, Bheṭatu Bhūtā
Varshata Sakal Mandali, Ishwarnishthanchi Mandiyali, Anavarat Bhoomandali, Bhetatu Bhoota

Vers 4

Tschalā Kalpatarūṃtsche Ārawa, Tschetanātschiṃtāmaṇīṃtsche Gāwa, Bolatī Dsche Arṇawa, Pījūschāṃtsche
Chala Kalpataroonche Aarav, Chetana Chintamaninche Gaav, Bolati Je Arnav, Peeyooshanche

Vers 5

Tschandrameṃdsche Alāṃtschhana, Mārtaṇḍa Dsche Tāpahīna, Te Sarwāhī Sadā Sadschdschana, Sojare Hotu
Chandrame Je Alaanchhan, Martand Je Taapheen, Te Sarvahi Sada Sajjan, Soyare Hotu

Vers 6

Kiṃbahunā Sarwa Sukhī, Pūrṇa Howoni Tihīṃ Lokī, Bhadschidscho Ādipuruschīṃ, Akhaṇḍita
Kimbahuna Sarva Sukhee, Poorna Hovoni Tiheen Lokee, Bhajijo Aadi Purusheen, Akhandit

Vers 7

Āṇi Graṃthopadschiwīje, Wischeschī Lokī Ije, Dṛschṭādṛschṭawidschaje, Hoāwedschī
Aani Granthopajiveeye, Visheshee Lokee Iye, Drishtadrishta Vijaye, Hoavejee

Vers 8

Jetha Mhaṇe Schrī Wischweschwarāwo, Hā Hoīla Dānapasāwo, Jeṇe Ware Dschñānadewo, Sukhijā Dschhālā
Yeth Mhane Shree Vishweshwaraavo, Ha Hoeel Daan Pasaavo, Yene Vare Gyanadevo, Sukhiya Jhala

Vers 9

Worship Guidelines & Chanting Benefits (Phalashruti)

Auspicious Day

Täglich oder an heiligen Mondtagen (Ekadashi, Purnima)

Best Time (Muhurta)

Brahma Muhurta (4:00 – 6:00 Uhr) oder Abenddämmerung

Sacred Offerings

Ghee-Lampe, Weihrauch, frische Blüten und Wasseropfer

Spiritual Benefits (Phalashruti)
  • Geistiger Friede, spiritueller Aufstieg und harmonische Energie

Hintergrund

Das Pasayadan stammt von dem Heiligen und Dichter Sant Dnyaneshwar (1275–1296), der es am Ende seines Werkes Dnyaneshwari verfasste, einem mittelalterlichen Marathi-Kommentar zur Bhagavad Gita. Es wird in der Varkari-Tradition Maharashtras (einer hingebungsvollen Bewegung) häufig rezitiert, insbesondere zum Abschluss von religiösen Versammlungen und Vorträgen. Die Verse drücken den Wunsch nach universellem Wohlergehen, Frieden und Hingabe an das Höchste aus.

Über diesen Text

Verfasst von: Sant Dnyaneshwar · Medieval Warkari Poet-Saint · 13th century, Maharashtra

A Marathi philosopher-saint who, tradition holds, composed the Dnyaneshwari — a celebrated Marathi commentary on the Bhagavad Gita — in his teens. He is considered a foundational figure of the Warkari (Vitthal-devotee) tradition of Maharashtra, and his Pasaydan is recited to this day as a universal prayer for the wellbeing of all beings.

Wusstest du schon?

Autor und Kontext

Dieses Gebet, bekannt als „Pasaydan“ („Gabe“ oder „Segen“), stammt von Sant Dnyaneshwar (1275–1296), einem der größten Dichterheiligen Maharashtras. Es bildet den Abschluss seines Hauptwerks, der Dnyaneshwari, einem Kommentar zur Bhagavad Gita in Marathi.

Struktur und Form

Die neun Verse sind im traditionellen Ovi-Metrum verfasst, einem volkstümlichen Versmaß mit drei Zeilen und einem Refrain. Jeder Vers bittet um universelles Wohlergehen – von der Reinigung der Bösen bis zur Freundschaft aller Lebewesen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Der Text erfleht das Ende von Übeln, das Aufblühen von Tugend, gegenseitige Freundschaft unter den Geschöpfen und die Verbreitung von Gottesverehrung. Besonders bemerkenswert ist die Vision einer Welt, in der alle Wünsche erfüllt werden, wie unter Wunschbäumen und Wunschjuwelen.

Spirituelle Bedeutung

Dnyaneshwar bittet nicht um persönlichen Gewinn, sondern um das Wohl aller Wesen – ein zentrales Ideal der Bhakti-Bewegung. Die letzte Strophe nennt den Segen „Vishweshwar“ (Herr des Universums) und erklärt, dass der Dichter selbst durch diese Gabe glücklich wurde.

Kulturelle Rezeption

Der Pasaydan wird bis heute in Maharashtra täglich von vielen Hindus rezitiert, besonders nach dem Studium der Dnyaneshwari. Er gilt als Inbegriff von Dnyaneshwars universeller Liebe und Demut.

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